Scharlach bei Erwachsenen

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Die Krankheit Scharlach zählt zu den Infektionskrankheiten und wird durch Streptokokken ausgelöst. Personen können mehrmals an Scharlach erkranken, selbst wenn die Krankheit schon einmal aufgetreten ist. Die Krankheit ist extrem ansteckend. Ansteckungsgefahr besteht beispielsweise durch Kontakt- und Tröpfcheninfektion, die über den Rachen- und Mundraum stattfindet. Selbst bei offenen Wunden besteht die Gefahr, sich mit Scharlach zu infizieren. In einem solchen Fall wird die Krankheit als "Wundscharlach" bezeichnet.

 

Die Symptome der Krankheit beginnen nach einer sogenannten Inkubationszeit, die in der Regel zwischen zwei bis fünf Tagen dauern kann.

Es treten Symptome wie:

  • Erbrechen,
  • Fieber,
  • Schüttelfrost,
  • Kopfschmerzen,
  • Halsschmerzen,
  • Rachenentzündungen oder
  • Beschwerden im Bauchbereich auf

Krankheitsverlauf bei Erwachsenen

Die Krankheit ist zunächst einmal also nicht gerade leicht zu erkennen. Im weiteren Verlauf der Krankheit färbt sich die Zunge jedoch himbeerrot und verfügt außerdem häufig über einen weißlichen Belag. Weiterhin kann es zu Ausschlag am gesamten Körper kommen. Die Pusteln lassen sich am besten als naheliegende, erhabene rote Flecken bezeichnen. Es ist wahrscheinlich, dass sie im Leisten- und Achselbereich vermehrt auftreten. Der Mund- und Kinnbereich bleibt meistens von den Pickelchen verschont.

Etwa 2 Wochen nach Ausbruch der Krankheit beginnt die Haut damit, sich zu schuppen. Sofern die Krankheit bisher nicht festgestellt werden konnte, lässt sich auf diese Weise auch im Nachhinein noch eine Diagnose treffen. Scharlach muss jedoch nicht immer in Verbindung mit derart schweren Symptomen auftreten. Es kommt immer darauf an, ob Kranke schwer oder leicht an Scharlach erkranken. Häufig wird die Krankheit auch gar nicht diagnostiziert.

Behandlung von Scharlach

Scharlach lässt sich in der heutigen Zeit sehr gut und schnell behandeln. Beispielsweise ist Penicillin ein bewährtes Mittel, das deutliche Erfolge erzielen konnte. Das Medikament sollte mindestens zehn Tage und vor allem ohne Unterbrechungen verabreicht werden, da es nur so einen schnellen Heilungsverlauf bewirkt. Verschiedene Antibiotika wie Clarithromycin oder Erythromycin helfen ebenfalls sehr gut. Des Weiteren ist es empfehlenswert, fiebersenkende Maßnahmen durch kalte Umschläge vorzunehmen. Häufig klagen Patienten die an Scharlach erkrankt sind auch über Schluckbeschwerden. Hier kann das Gurgeln mit antibakteriellen Medikamenten oder das Einnehmen von Halstabletten Linderung verschaffen.

Gegen Scharlach besteht nicht die Möglichkeit einer Schutzimpfung. Die Krankheit ist aber nicht lebensgefährlich, sofern eine entsprechende Behandlung erfolgt.

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